Donnerstag, 19 November 2015 16:38

(23.07c) Böcke

Gemsen

Rupicapra rupicapra / pyrenaica

Tierart-Datenblatt

Für die Haltung von fünf erwachsenen Gemsen in einem konventionellen Zoogehege wird eine Mindestfläche von 250 m² vorgegeben, für jedes weitere Tier sind zusätzliche 20 m² erforderlich. Ferner muss eine Abtrennmöglichkeit vorhanden sein. Bei Extensivhaltung wird von 1000 m² pro Adultttier ausgegangen. 

In der Wildbahn leben Gemsen überwiegend in lockeren Rudeln von bis zu 30 Individuen, namentlich im Winter können sie sich auch zu größeren Verbänden zusammenschließen. Im Frühjahr trennen sich ältere Böcke ab und beziehen einzeln oder zu zweit Sommerterritorien von bis zu 50 ha Fläche. Während der Brunft, meist erst ab der zweiten Novemberwoche, heften sich rangstarke Böcke wieder an die Geißenrudel (BAUMANN, 2010). Die Jährlingsböcke schließen sich im Frühjahr oft zu separaten Rudeln zusammen, die mehr und mehr ihre eigenen Wege gehen. Während der Setzzeit im Mai Juni ziehen sich die Geißen etwas vom Rudel zurück, um ihr Kitz an einem geschützten Platz zur Welt zu bringen. 10-14 Tage nach der Geburt kehren die Muttertiere mit ihrem Nachwuchs zum Rudel zurück, wo sich die Kitze bald zum Spielen, später auch zum Äsen zu "Kindergärten" zusammenfinden. Im Spätsommer bestehen die Rudel typischerweise aus Geißen, Jährlingen und Kitzen.

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL trägt diesen saisonalen Unterschieden der Sozialstruktur keine Rechnung. Unter Berücksichtigung der Verhältnisse in der Wildbahn müsste aber der Bock während 6-8 Monaten von den Geißen abgetrennt werden, wozu ein vollwertiges Gehege und nicht nur eine Abtrennmöglichkeit erforderlich ist. Hält man Böcke von vier Jahren oder älter außerhalb der Brunft nicht separat, steigt das Risiko, dass Geißen vom Bock zu Tode geforkelt werden. Dies gilt auch bei der extensiven Haltung, d.h. auch dort ist ein separates Bockgehege erforderlich.

Quellen:

19.11.2015


Schneeziege

Oreamnos americanus

Tierart-Datenblatt

Für die Haltung von fünf erwachsenen Gemsen in einem konventionellen Zoogehege wird eine Mindestfläche von 250 m² vorgegeben, für jedes weitere Tier sind zusätzliche 20 m² erforderlich. Ferner muss eine Abtrennmöglichkeit vorhanden sein. Bei Extensivhaltung, die in Deutschland aber nur ganz ausnahmsweise praktiziert wird, wird von 1000 m² pro Adultttier ausgegangen.

Schneeziegen können sich zu lockeren Rudeln von über 100 Individuen zusammenfinden, deren Zusammensetzung häufig wechselt. Böcke und Geißen leben in aller Regel von Frühjahr bis Herbst in getrennten Rudeln, die sich nur an Salzlecken treffen. Während der Ablammperiode von Mitte Mai bis anfangs Juni isolieren sich die trächtigen Geißen von anderen Tieren. Nach dem Setzen schließen sie sich zu Rudeln zusammen, die einschließlich der Kitze zwanzig und mehr Individuen und nebst den Muttertieren mit ihren Kitzen auch ein- bis zweijährigen Jungtieren beiderlei Geschlechts umfassen können. Die erwachsenen Böcke leben solitär oder bilden unggesellenverbände, die typischerweise aus zwei bis sechs Individuen bestehen und im Frühjahr weiteren Zuzug von Jungböcken erhalten können. In den Wintereinständen schließen sich Bock- und Geißenrudel zusammen (USDA FS).

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL trägt diesen saisonalen Unterschieden der Sozialstruktur keine Rechnung. Unter Berücksichtigung der Verhältnisse in der Wildbahn müsste aber der Bock während gut sechs Monaten von den Geißen abgetrennt werden, wozu ein vollwertiges Gehege und nicht nur eine Abtrennmöglichkeit erforderlich ist. Hält man Böcke von vier Jahren oder älter außerhalb der Brunft nicht separat, steigt das Risiko, dass Geißen vom Bock zu Tode geforkelt werden. Dies gilt auch bei der extensiven Haltung, d.h. auch dort ist ein separates Bockgehege erforderlich. Schneeziegen, namentlich Böcke, sind übrigens auch für das Tierpflegepersonal nicht ungefährlich, in mindestens zwei VdZ-Zoos ist es zu recht schweren Forkelverletzungen gekommen..

Quellen:

19.11.2015


Tierart

Wiss. Name

Tierart-Datenblatt

Text

Quellen:

  • Autor

 

05.03.2015


Tierart

Wiss. Name

Tierart-Datenblatt

Text

Quellen:

  • Autor

 

05.03.2015


 

Gelesen 466 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 19 November 2015 17:45

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