Montag, 09 März 2015 09:32

(14.08) Totenkopfaffen

Schwarzkappen-Totenkopfaffe

Saimiri boliviensis

Tierart-Datenblatt

Gewöhnlicher Totenkopfaffe

Saimiri sciureus

Tierart-Datenblatt 

Im Säugetiergutachten 2014 des BMEL wird für die Haltung einer Familiengruppe mit bis zu 5 erwachsenen Tieren nebst einem Außengehege ein Innengehege von 15 m² / 45 m³ gefordert und für jedes zusätzliche erwachsene Tier 2 m² / 6 m³ mehr. Dies ist beinahe eine Verdreifachung des Raumangebots gegenüber dem Gutachten’96, das 8 m² / 16 m³ vorsah. Die neue Anforderung ist aber weder durch konkrete wissenschaftliche Daten noch durch Tierhaltererfahrung erhärtet.

Die „Best practice“-Leitlinien der EAZA (VERMEER, 2006) empfehlen für Zuchtgruppen, von 20 Tieren auszugehen, wovon höchstens 2 erwachsene Männchen und typischerweise 7-10 erwachsene Weibchen. Für eine solche Gruppe wird ein Innengehege von 20 m² / 50 m³ empfohlen. Rechnet man die Anforderungen des Gutachtens auf eine solche Gruppe (mit 10 erwachsenen Tieren) hoch, wären 25 m² / 75 m³ erforderlich. Es kann aber wohl nicht sein, dass Mindestanforderungen höher sind als Empfehlungen für eine gute Haltungspraxis. Die Tierschutzsachverständigen der Zoos haben deshalb in ihrem Differenzprotokoll Mindestanforderungen vorgeschlagen, die etwas unter den „Best practice“-Werten der EAZA und zwischen jenen der schweizerischen und der  österreichischen Verordnung liegen: für 5 Erwachsene 10 m² / 25 m³ und für jedes weitere Tier 1.5 m² / 3.75 m³ mehr, was für 10 Erwachsene 17.5 m² / 43.75 m³ ergibt.

Im Gegensatz zum Gutachten gehen die „Best practice“-Leitlinien nicht davon aus, dass die Gehegegröße linear für jedes weitere Tier zu erhöhen ist. Vielmehr tragen sie der Tatsache Rechnung, dass sich Untergruppen bilden, wenn mehr Tiere beisammen sind. Pro 5 zusätzliche Weibchen werden daher zusätzliche unterteilte Gehege von 20 m² / 50 m³ empfohlen, die mit dem ersten Gehege in Verbindung stehen. Im Weiteren wird empfohlen, beim Außengehege die doppelte Fläche anzubieten bei einer Gehegehöhe von 3 m.

Quellen:
VERMEER, J. (2006) EEP Husbandry Guidelines for Squirrel Monkeys (genus Saimiri) 57 Seiten. La Vallée des Singes, Romagne.
Österreichische 2. Tierhaltungsverordnung, Fassung vom 28.08.2013
Schweizerische Tierschutzverordnung (2008) Stand am 29. 12. 2014

(14.08) Schwarzkappen-Totenkopfaffe

Saimiri boliviensis

http://www.zoodirektoren.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=2959:totenkopfaffe-saimiri-boliviensis&Itemid=235

Gewöhnlicher Totenkopfaffe

Saimiri sciureus

http://www.zoodirektoren.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=78:totenkopfaffe-saimiri-sciureus&Itemid=235

ImSäugetiergutachten 2014des BMEL wird für die Haltung einer Familiengruppe mit bis zu 5 erwachsenen Tieren nebst einem Außengehege ein Innengehege von 15 m² / 45 m³ gefordert und für jedes zusätzliche erwachsene Tier 2 m² / 6 m³ mehr. Dies ist beinahe als eine Verdreifachung des Raumangebots gegenüber dem Gutachten’96, das 8 m² / 16 m³ vorsah. Die neue Anforderung ist aber weder durch konkrete wissenschaftliche Daten noch durch Tierhaltererfahrung erhärtet.

Die „Best practice“-Leitlinien der EAZA empfehlen, für Zuchtgruppen, von 20 Tieren auszugehen, wovon höchstens 2 erwachsene Männchen und typischerweise 7-10 erwachsene Weibchen. Für eine solche Gruppe wird ein Innengehege von 20 m² / 50 m³ empfohlen. Rechnet man die Anforderungen des Gutachtens auf eine solche Gruppe (mit 10 erwachsenen Tieren) hoch, wären 25 m² / 75 m³ erforderlich. Es kann aber wohl nicht sein, dass Mindestanforderungen höher sind als Empfehlungen für eine gute Haltungspraxis. Die Tierschutzsachverständigen der Zoos haben deshalb in ihrem Differenzprotokoll Mindestanforderungen vorgeschlagen, die etwas unter den „Best practice“-Werten der EAZA und zwischen jenen der schweizerischen und der  österreichischen Verordnung liegen: für 5 Erwachsene 10 m² / 25 m³ und für jedes weitere Tier 1.5 m² / 3.75 m³ mehr, was für 10 Erwachsene 17.5 m² / 43.75 m³ ergibt.

Die „Best practice“-Leitlinien gehen nicht davon aus, dass die Gehegegröße linear für jedes weitere Tier zu erhöhen ist. Vielmehr tragen sie der Tatsache Rechnung, dass sich Untergruppen bilden, wenn mehr Tiere beisammen sind. Pro 5 zusätzliche Weibchen werden daher zusätzliche unterteilte Gehege von 20 m² / 50 m³ empfohlen, die mit dem ersten Gehege in Verbindung stehen. Im Weiteren wird empfohlen, beim Außengehege die doppelte Fläche anzubieten bei einer Gehegehöhe von 3 m.

Quellen:
VERMEER, J. (2006) EEP Husbandry Guidelines for Squirrel Monkeys (genus Saimiri) 57 Seiten. La Vallée des Singes, Romagne.
Österreichische 2. Tierhaltungsverordnung, Fassung vom 28.08.2013
Schweizerische Tierschutzverordnung (2008)
Stand am 29. 12. 2014

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