Donnerstag, 05 März 2015 22:46

(21.06) Bären

Riesenpanda

Ailuropoda melanoleuca

Tierart-Datenblatt

Gegenwärtig werden in Deutschland keine Riesenpandas gehalten. Es ist davon auszugehen, dass, falls sich dies ändern wird, nicht die Mindestanforderungen des Säugetiergutachtens 2014 des BMEL zum Zuge kommen werden, sondern dass für Haltung und Zucht Vorgaben der Volksrepublik China maßgeblich sein werden und unter Berücksichtigung der Empfehlungen der EAZA und der Erfahrungen des Tiergartens Schönbrunn eine optimale Haltung angestrebt werden wird.

Quellen:

05.03.2015


Malaienbär

Helarctos malayanus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Malaienbären 60 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 10 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf zwei Tiere. Weil Bären solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 100 m² für jedes Tier zu fordern. Da sich an der Situation, dass  Malaienbären ausschließlich in EAZA Zoos gehalten werden, kaum etwas ändern wird, ist davon auszugehen, dass sich Neuanlagen hinsichtlich Dimensionen und Ausstattung an den umfangreichen Empfehlungen der EAZA orientieren werden.

Quellen:

05.03.2015


Lippenbär

Melursus ursinus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Lippenbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. Weil Bären solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern, d.h. für drei Tiere 450 m², was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Da sich an der Situation, dass Lippenbären ausschließlich in EAZA Zoos gehalten werden, kaum etwas ändern wird, ist davon auszugehen, dass sich Neuanlagen hinsichtlich Dimensionen und Ausstattung an den umfangreichen Empfehlungen der EAZA orientieren werden.

Quellen:

05.03.2015


Brillenbär

Tremarctos ornatus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Brillenbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. Weil Bären solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern, d.h. für drei Tiere 450 m², was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Da sich an der Situation, dass Brillenbären ausschließlich in EAZA Zoos gehalten werden, kaum etwas ändern wird, ist davon auszugehen, dass sich Neuanlagen hinsichtlich Dimensionen und Ausstattung an den umfangreichen Empfehlungen der EAZA orientieren werden.

Quellen:

05.03.2015


Kragenbär

Ursus thibetanus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Kragenbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. Weil Bären solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern, d.h. für drei Tiere 450 m², was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Quellen:

05.03.2015


Schwarzbär

Ursus americanus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Schwarzbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. In manchen europäischen Zoos werden Schwarzbären heute noch in größeren Gruppen gehalten, was einigermaßen funktioniert. Weil Bären aber grundsätzlich solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Gruppenhaltung. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern, d.h. für drei Tiere 450 m², was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Quellen:

05.03.2015


Braunbär (Ursus arctos)Braunbär

Ursus arctos

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Braunbären 150 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 20 m² vor. Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Säugetiergutachten 2014 des BMEL auf drei Tiere. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Fläche von 150 m² für jedes Tier zu fordern. Dies erlaubt, bestehende Bärenanlagen, die kleiner sind als 500 m², die sich aber für die Haltung (zumeist älterer) Einzelbären eignen, weiter zu nutzen. Weil Bären grundsätzlich solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung auf relativ kleinem Raum in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als die Haltung einer zusammengewürfelten Gruppe von Bärinnen und kastrierten Bärenmännern, wie sie von „Bärenrettungsparks“ praktiziert wird. Für drei Tiere wären 450 m² erforderlich, was in der Größenordnung der Vorgabe des Gutachtens (500 m²) liegt. Dass das Gutachten für Kodiak- und Kamtschatkabär Außengehege von 600 anstatt 500 m² vorsieht, ist nicht nachzuvollziehen, zumal es namentlich in Anbetracht des Geschlechtsdimorphismus bei den verschiedenen Unterarten zu einer Überlappung der Größe der Individuen kommt. Institutionen, die Kodiak- oder Kamtschatkabären halten, stellen auch infrage, dass diese Schlafboxen benötigen, die größer als 6 m² sind. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Je nach Konstellation des Stallgebäudes sind unterschiedliche Möglichkeiten denkbar.

Quellen:

05.03.2015


polar bear eating grassEisbär

Ursus maritimus

Tierart-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah für ein Außengehege für zwei Eisbären eine Landfläche von 200 m² und für jedes weitere Tier zusätzlich 50 m² vor, zusätzlich ein Badebecken mit einer mittleren Wassertiefe von 1,5 m und einer Mindestfläche von 60 m². Das war zweifellos anpassungsbedürftig. Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL hat denn die Dimensionen der Landfläche auch auf 400 m² für ein Paar, 150 m² für jedes weitere Tier und die Beckendimensionen auf 100 m² Fläche bei 2 m Tiefe erhöht. Allerdings sollten sich, wie bei anderen solitär lebenden Tieren, die Maße für die Grundeinheit eines Geheges auf ein Einzeltier beziehen und nicht, wie im Gutachten auf ein Paar. Für bestehende Anlagen wäre demnach eine Landfläche von 200 m² für jedes Tier zu fordern. Dies erlaubt, bestehende Eisbärenanlagen, deren Landteil kleiner ist als 400 m², in beschränktem Umfang weiter zu nutzen. Weil Bären grundsätzlich solitär lebende Tiere sind, ist die Einzelhaltung auf relativ kleinem Raum in vielen Fällen mit weniger Stress verbunden als eine permanente Gruppenhaltung. Für die Zucht sind in jedem Fall zwei Anlagen erforderlich, es sei denn, mehrere Institutionen würden sich in einen Zuchtmann teilen. Dabei muss auch das Zweitgehege über zumindest ein kleines Badebecken verfügen. Dass die Innenboxen in jedem Fall verbindbar sein müssen ist nicht einzusehen, bei Wurfboxen wäre dies ohnehin kontraindiziert. Zweckdienlicherweise werden trächtige Bärinnen in einem eigenen Stallgebäude untergebracht.

Laut Säugetiergutachten sollen Bären im Frühjahr Gras als Futter erhalten, mit Ausnahme der Eisbären. Faktisch fressen aber auch Eisbären sowohl im Zoo wie in der Wildbahn Gras: „Polar bears onshore here in northeastern Manitoba often spend a lot of time eating grass, kelp, or other terrestrial vegetation.“ (THIEMANN, 2010).

Quellen:

05.03.2015


Gelesen 1126 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11 März 2015 01:41

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