Mittwoch, 04 Februar 2015 11:23

(14.02) Echte Makis

Katta

Lemur catta

Art-Datenblatt

Im Freiland bewohnen Kattas hauptsächlich winterkahle Trockenwälder, Galeriewälder und Dornbusch Madagaskars. Es gibt aber im Andringitra-Massiv eine Population, die bis auf über 2500 m hoch geht und Gebirgsheide, subalpine Vegetation und nackten Fels besiedelt. Auf dieser Höhe fallen von Juni bis August die Nachttemperaturen auf deutlich unter Null Grad und stehende oder langsam fließende Gewässer können gefrieren. Die Vorgabe des Säugetiergutachtens 2014 des BMEL, wonach die Raumtemperatur bei 15 – 25 °C liegen soll, ist daher beim Katta nicht allzu wörtlich zu nehmen.

Ferner stipuliert das Säugetiergutachten, dass Makis mindestens dreimal täglich zu füttern sind, wobei zusätzlich zu Obst und Gemüse u.a. auch Nüsse angeboten werden sollen. Dies sollte man besser nicht tun, denn sonst verfetten die Tiere mit Sicherheit. SCHWITZER (2003) stellte bei 8 Kattas aus zwei VdZ-Zoos Gewichte von 2620-3700, im Mittel 3230 Gramm fest, dies bei einem Normalgewicht im Freiland von 2200 Gramm.

Quellen:

  • GOODMAN, S.M. & LANGRAN, O.(1996) A high mountain population of the ring-tailed lemur Lemur catta on the Andringitra Massif, Madagascar. Oryx 30 (4) October 1996: 259-268. ISSN 0030-6053. DOI: http://dx.doi.org/10.1017/S003060530002175X.
  • SCHWITZER, C. (2003) Energy intake and obesity in captive lemurs (Primates, Lemuridae). Dissertation Universität Köln.

 

Mongozmaki

Eulemur mongoz

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL gibt vor, dass Makis mindestens dreimal täglich zu füttern sind, wobei zusätzlich zu Obst und Gemüse u.a. auch Nüsse angeboten werden sollen. Dies sollte man besser nicht tun, den sonst verfetten die Tiere mit Sicherheit. Im Tierpark Berlin wird Futter zweimal täglich angeboten und die Men-ge auf 175 g beschränkt. Die Rationen setzen sich aus Joghurtbällchen, Gemüse, gekochtem Rindfleisch und Apfel zusammen. Auf andere Obstsorten wird wegen des höheren Kohlehydratgehalts bewusst verzichtet.

Quellen:

  • PAULY, A. (2010) Haltung des Mongozmakis (Eulemur mongoz) im Zoologischen Garten und im Tierpark Berlin. MILU, Berlin 13 (1): 16-21.
  • SCHWITZER, C. (2003) Energy intake and obesity in captive lemurs (Primates, Lemuridae). Dissertation Universität Köln.

04.02.2015


 

Sclatermaki

Eulemur flavifrons

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL gibt vor, dass Makis mindestens dreimal täglich zu füttern sind, wobei zusätzlich zu Obst und Gemüse u.a. auch Nüsse angeboten werden sollen. Dies sollte man besser nicht tun, den sonst verfetten die Tiere mit Sicherheit. Bei manchen Arten führt die Verfettung dazu, dass die weiblichen Tiere unfruchtbar werden, so beim Sclater-Maki, wo in einem englischen Zoo ein Durchschnittsgewicht von 3.2 kg festgestellt wurde anstatt der normalen 1.8 kg. Aufgrund einer in Köln und bei anderen Zoos durchgeführten Forschungsarbeit wurde darauf hin die Diät umgestellt.

Quellen:

04.02.2015


 

Schwarzkopfmaki

Eulemur fulvus

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL gibt vor, dass allen Eigentlichen Lemuren ausreichend Nestmaterial zur Verfügung zu stellen sei. Leider können die meisten Makis mit diesem Nestmaterial nicht viel anfangen, denn mit Ausnahme der Varis bauen sie keine Nester!

Ferner stipuliert das Säugetiergutachten, dass Makis mindestens dreimal täglich zu füttern sind, wobei zusätzlich zu Obst und Gemüse u.a. auch Nüsse angeboten werden sollen. Dies sollte man besser nicht tun, denn sonst verfetten die Tiere mit Sicherheit. SCHWITZER (2003) stellte bei 3 Mayottemakis (Eulemur f. mayottensis) Gewichte von 2810-3535, im Mittel 3173 Gramm fest, dies bei einem Normalgewicht im Freiland von rund 1.5 kg.

Quellen:

04.02.2015


 

Schwarzweißer Vari

Varecia variegata

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten 2014 des BMEL gibt vor, dass Makis mindestens dreimal täglich zu füttern sind, wobei zusätzlich zu Obst und Gemüse u.a. auch Nüsse angeboten werden sollen. Dies sollte man besser nicht tun, den sonst verfetten die Tiere mit Sicherheit. Untersuchungen der Diät in drei Zoos ergab, dass den Tieren überall zuviel Futter angeboten wurde.

Im Kölner Zoo wurde reagiert und in einer zweiten Beobachtungsperiode war dort die Futteraufnahme normal.

Quelle:

  • SCHWITZER, C. (2003) Energy intake and obesity in captive lemurs (Primates, Lemuridae). Dissertation Universität Köln.

04.02.2015


Gelesen 773 mal Letzte Änderung am Samstag, 07 März 2015 11:12

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