Freitag, 09 Januar 2015 20:02

(08.0) Schliefer

Klippschliefer

Procavia capensis

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah eine Grundfläche von 8 m² für eine Gruppe von fünf Busch- oder Klippschliefern vor. Im Säugetiergutachten 2014 des BMEL wird als Mindestfläche für 5 Klippschliefer 15 m² vorgegeben, je weiteres Tier  zusätzlich 3 m², und als Gehegehöhe 2,5 m. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung. Tierhaltererfahrung zeigt, dass Schliefer auch in Gehegen, die nur dem alten Gutachten enstprechen, problemlos gehalten werden können. Da die Klippschliefer aber deutlich mehr Körpermasse aufweisen als die Buschschliefer, scheint für sie eine Erhöhung der ganzjährig verfügbaren Mindestfläche auf 12 m² für fünf Tiere, je weiteres Tier zusätzlich 2 m², und eine Gehegehöhe von mindestens 2 m angebracht.

Klettermöglichkeiten müssen nicht, wie das Gutachten vorgibt, aus Fels, Verstecke nicht aus Felsnischen bestehen. Das ist von Gutem lediglich für das Auge des Betrachters. Klettermöglichkeiten aus anderen Materialien und einfache Rückzugskisten erfüllen nämlich gleichermaßen den Zweck.

Quellen:

  • Tierhaltererfahrung in VdZ-Zoos

04.02.2015


 

Buschschliefer

Heterohyrax brucei

Art-Datenblatt

Das Säugetiergutachten’96 sah eine Grundfläche von 8 m² für eine Gruppe von fünf Busch- oder Klippschliefern vor. Im Säugetiergutachten 2014 des BMEL wird als Mindestfläche für 5 Buschschliefer 10 m² vorgegeben, je weiteres Tier  zusätzlich 2 m², und als Gehegehöhe 2,5 m. Dafür gibt es keine wissenschaftliche Begründung.  Tierhaltererfahrung zeigt, dass Buschschliefer sich sogar in Gehegen, die kleiner sind als die Vorgaben des alten Gutachtens, nachhaltig halten und züchten lassen und keine Verhaltensabweichungen zeigen. Daher sind folgende Gehegedimensionen nach wie vor als Mindestanforderung zu akzeptieren: Einer Gruppe von bis zu 5 Buschschliefern muss ganzjährig eine Fläche von 8 m² zur Verfügung stehen, für jedes zusätzliche erwachsene Tier ist die Fläche um 1,5 m² zu erhöhen. Die Gehegehöhe darf 2 m nicht unterschreiten.

In der Schweizerischen Tierschutzverordnung wird nicht zwischen Klipp- und Buschschliefern differenziert, allerdings besteht dort auch keinerlei Haltungserfahrung bezüglich Buschschliefer.

Klettermöglichkeiten müssen nicht, wie das Gutachten vorgibt, aus Fels, Verstecke nicht aus Felsnischen bestehen. Klettermöglichkeiten aus anderen Materialien und einfache Rückzugskisten erfüllen gleichermaßen den Zweck.

Quellen:

  • Schweizerische Tierschutzverordnung (2008), Stand am 29. 12. 2014
  • Tierhaltererfahrung in einem VdZ-Zoo

04.02.2015


 

Gelesen 936 mal Letzte Änderung am Samstag, 07 März 2015 10:35

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