Freitag, 02 Januar 2015 17:35

(01.01) Schnabeligel

Kurzschnabeligel

Tachyglossus aculeatus

Art-Datenblatt

Eine Erhöhung der im Säugetiergutachten von 1996 vorgegebenen Mindestfläche von 4 m² pro Paar ist angezeigt. Allerdings gibt es für die im Säugetiergutachten 2014 des BMEL als Minimum vorgesehenen 16 m²/Paar und 6 m² für jedes weitere Tier keine gesicherte Grundlage. JACKSON (2003) hält fest, dass die Tiere solitär leben, dass sich aber in der Regel eon Paar auf 16 m² toleriert und dass für jedes weitere Tier 4 m² anzubieten seien. Die Tierschutzverordnung der Schweiz schreibt 6 m²/Paar, jene Österreichs 10 m²/Paar vor. Die Tierschutzsachverständigen der Zoos halten es für zwekdienlich, bei solitär lebenden Tieren die Mindestdimensionen pro Individuum festzulegen und halten es für angemessen dass die ganzjährig benutzbare Gehegefläche pro Tier 6 m² nicht unterschreitet. Gehege für zwei und mehr Tiere sollen unterteilbar oder es soll ein Ausweichgehege gegeben sein, um einzelne Tiere bei Bedarf trennen zu können.

Schnabeligel sind keine Tunnelbauer, sondern buddeln sich nur ein, um zu schlafen. Daher ist eine Substratstärke von 30 cm für Grabmöglichkeiten, wie im  Säugetiergutachten 2014 des BMEL vorgegeben, nicht im ganzen Gehege erforderlich, sondern man soll sich an JACKSON (2003) orientieren, der von einer Substratstärke von bis zu 30 cm spricht.

Quellen:

  • JACKSON, S. M. (2003)  Australian mammals: biology and captive management. CSIRO Publishing, Collingwood VIC. ISBN-0-643-06635-7.
  • Österreichische 2. Tierhaltungsverordnung, Fassung vom 28.08.2013
  • Schweizerische Tierschutzverordnung (2008), Stand am 29. 12. 2014

07.03.2015


 

Gelesen 961 mal Letzte Änderung am Samstag, 07 März 2015 07:57

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